Pädagogik
Martynas lernte schon als kleines Kind die Grundzüge der Violinpädagogik in der professionellen Musikschule seiner Großmutter Elena Strazdaitė-Bekerienė kennen. Sie war Geigenvirtuosin und Schülerin von Leopold Auer, Georg Kulenkampff, Jan Mařák, J. Feld und Jacques Thibaud.
Später wurde er bereits während seines Studiums an den Hochschulen in Vilnius und Hamburg von seinen Professoren Raimundas Katilius und Mark Lubotsky als Tutor für deren Violinklassen ausgewählt. Zur gleichen Zeit bereitete er einige seiner Privatschüler erfolgreich auf regionale und nationale Wettbewerbe vor.
Ab 2003, während seiner ersten Anstellung in Litauen als Professor für Violine – äquivalent zum deutschen W3-Niveau –, begann er, Meisterklassen an einigen der renommierten Musikhochschulen in Europa, Asien und den USA zu geben, unter anderem an der Royal Danish Academy of Music Copenhagen, der Escola Superior de Música de Lisboa in Lissabon und der Boston University.
Die große Mehrheit seiner Studenten ist in führenden Sinfonie- und Kammerorchestern Europas, Asiens und Amerikas tätig. Manche sind zudem solistisch und kammermusikalisch aktiv, andere im pädagogischen Bereich.
Durch seine familiäre Prägung, die multinationale Ausbildung, seine aktive Konzerttätigkeit sowie die langjährige pädagogische Praxis konnte Martynas die Methodiken und Feinheiten der litauischen, russischen, tschechischen, französischen und deutschen Violinschulen des letzten Jahrhunderts studieren. Aus der Quintessenz dieser Erfahrungen hat er seine eigene effektive Unterrichtsmethodik für die Violine entwickelt – sowohl für solistische und kammermusikalische als auch für orchestrale Anforderungen.
Diverse Workshops, Seminare, Meisterkurse und internationale Juryarbeit haben Martynas den notwendigen Überblick und die analytischen Fähigkeiten zur Talententdeckung sowie zur gezielten fachlichen Förderung vermittelt.
Nach seiner Überzeugung sollte allen Menschen – unabhängig von Alter und Beherrschung der Materie – Zugang zum Wissen, zu den Kenntnissen und zur Lehre des Fachs geboten werden. Ausschlaggebend ist ein ehrliches, ernsthaftes und fleißiges Streben nach gemeinsam gesetzten Zielen.
Alle seine Schüler bekommen die Möglichkeit, zweimal jährlich ihre erlernten Fortschritte öffentlich im Rahmen eines Auftritts zu präsentieren.
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